Zeit ist Hirn

6.500 SteirerInnen pro Jahr erleiden einen Schlaganfall. Durch die steigende Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der Schlaganfälle ständig zu. Schlaganfall ist eine der führenden Todesursachen und die häufigste Ursache für eine schwere Behinderung.
Was ist ein Schlaganfall? Ein Schlaganfall wird meist durch eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn ausgelöst, meistens weil sich eine Hirnarterie einengt oder ganz verschließt. In selteneren Fällen kann auch eine Hirnblutung Ursache eines Schlaganfalls sein.

Wie macht sich ein Schlaganfall bemerkbar? Ein Schlaganfall liegt wahrscheinlich dann vor, wenn die Beschwerden plötzlich, also „schlagartig“, auftreten oder aus dem Schlaf heraus beim Aufwachen beobachtet werden und wenn ein oder mehrere der unten genannten Zeichen vorhanden sind.
  • Sprach-/Sprechstörung 
  • Sprachverständnisstörung 
  • Kraftminderung bis Lähmung
  • Taubheitsgefühl (z. Bsp. im Arm)
  • Sehstörung
Aber auch weniger typische Beschwerden, zum Beispiel eine Bewusstseinstrübung oder eine plötzlich aufgetretene Gleichgewichtsstörung, können auf einen Schlaganfall hinweisen – bei Frauen häufiger als bei Männern. Falls Sie eine oder mehrere dieser Beschwerden bemerken, rufen Sie 144!

Schlaganfall = Notfall – Jede Minute zählt! 
Schlaganfall - Jede Minute zähltDie „Integrierte Versorgung von SchlaganfallpatientInnen in der Steiermark“ hat als Ziel, eine bestmögliche Versorgung betroffener PatientInnen in der Steiermark zu gewährleisten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darin, Maßnahmen zu setzen um das Erkennen des Schlaganfalls in der Bevölkerung und durch erstversorgende Personen zu verbessern um bei Verdacht auf einen Schlaganfall einen raschen Transport in eine spezialisierte Abteilung für Schlaganfälle (Stroke Unit) zu ermöglichen.

Bei einem großen Teil der PatientInnen kann die Ursache eines Schlaganfalles innerhalb der ersten 4,5 Stunden nach Beginn des Schlaganfalls, zum Beispiel durch spezielle Medikamente, wieder aufgelöst werden.
Der Nutzen ist umso größer, je schneller die Therapie angewendet wird. Eine Informationsbroschüre für PatientInnen gibt kompakte Auskünfte zu dieser Erkrankung, sowie Hinweise, was Sie selbst tun können um das Schlaganfall-Risiko möglichst gering zu halten.

Die Broschüre enthält außerdem Informationen zum „Schlagerl“, der kleineren Version eines Schlaganfalls.