Ungleich versorgt? – bei Schlaganfall

Die angeborenen und erworbenen Risikofaktoren für Erkrankungen des Herzkreislaufsystems und auch für Schlaganfälle unterscheiden sich zwischen Frauen und Männern. 
Frauen, die einen Schlaganfall erleiden, sind im Durchschnitt älter als betroffene Männer, haben häufiger Begleiterkrankungen und häufiger Komplikationen. Sie entwickeln infolge des Schlaganfalls oft eine stärkere Behinderung und benötigen häufiger Unterstützung und Pflege.
 
Eine Hormontherapie, entweder als Empfängnisverhütung oder in den Wechseljahren kann das Schlaganfallrisiko erhöhen. Vor allem in Kombination mit anderen Risikofaktoren, insbesondere dem Zigarettenrauchen, aber auch mit Gerinnungsstörungen ist das Risiko selbst für junge Frauen erhöht​.​​​​​​​​​​​​​

 

Geschlechterspezifische Unterschiede bei der Schlaganfallversorgung sowie die Notwendigkeit der nach Männern und Frauen getrennten Datenerfassung:​

 
​​Mag.a Sylvia Groth, Vorsitzende des Fachbeirats für Frauengesundheit in der Gesundheitsplattform Steiermark, Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrum Graz
 
Bilder: Gesundheitsfonds Steiermark; istock​​​​​​
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