Risiko reduzieren

Zwar steigt das Risiko für einen Schlaganfall mit dem Alter, doch auch junge Menschen können einen Schlaganfall erleiden. Ca. 10 % der Betroffenen sind jünger als 50 Jahre.
Neben dem Alter, das wir ja nicht beeinflussen können, steigt das Schlaganfallrisiko mit einer Reihe von Risikofaktoren, die sich durch einen gesunden Lebensstil senken lassen:


Bluthochdruck

Je höher der Blutdruck ist, desto höher ist das Schlaganfallrisiko. Wenn der Blutdruck über 140/90 mm Hg liegt, ist das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, drei- bis fünfmal höher als bei normalem Blutdruck. Damit ist Bluthochdruck der wichtigste Risikofaktor für Schlaganfall. Das Problem: hoher Blutdruck an sich verursacht in der Regel keine Beschwerden und wird daher von den Betroffenen selbst nicht bemerkt. So bleibt er oft lange unbehandelt. Deshalb sollte der Blutdruck auch von Gesunden immer wieder einmal kontrolliert werden. Durch eine rechtzeitige Behandlung/Blutdrucksenkung könnten viele Schlaganfälle verhindert werden.
 

Erhöhtes Cholesterin

Cholesterin, eine Substanz, die üblicherweise zu den Lipiden gerechnet wird, benötigt der Körper als Baustein in vielen Bereichen wie etwa der Zellwand. Erhöhte Cholesterinspiegel werden mit vermehrter Schädigung der Gefäßwände (Arteriosklerose) assoziiert und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Es gibt unterschiedliche Arten von Cholesterin und das Risiko hängt auch von deren Verhältnis zueinander ab. Durch entsprechende Ernährung lässt sich der Gesamtspiegel senken und durch mehr Bewegung der Anteil des sogenannten „guten“ Cholesterins anheben. Wenn diese Lebensstilmaßnahmen allein nicht ausreichen, stehen wirksame Medikamente zur Cholesterinsenkung zur Verfügung.

Zuckerkrankheit

Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel führt auch zu einer Schädigung der Gefäßwände. Als eine der möglichen Spätfolgen ist das Schlaganfallrisiko für Personen mit Diabetes mellitus um das Zwei- bis Dreifache erhöht.
 

Rauchen

Rauchen ist eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen von Arteriosklerose (Arterien­verkalkung). RaucherInnen haben gegenüber NichtraucherInnen ein zwei- bis dreifach erhöhtes Schlaganfallrisiko.
 
 
 

Übergewicht

Übergewicht führt oft zu Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes und damit zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko

 

 

Bewegungsmangel

Ausreichende Bewegung erleichtert die Gewichtskontrolle, senkt den Blutdruck und verbessert das Cholesterinprofil und vermindert so das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Das Gegenteil ist bei mangelnder Bewegung der Fall.
     

Die Pille

Die Einnahme der Pille erhöht selbst bei jungen Frauen, die rauchen, das Risiko für einen Schlaganfall. Sowohl das Rauchen als auch die Pille erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Thrombose und damit für einen Schlaganfall.
     
 

Was kann ich selbst zur Vorbeugung tun?

  • Rauchstopp
  • Ausgewogene salz- und fettarme Ernährung
  • Regelmäßige Bewegung (mind. 30 Minuten, 6 x / Woche)
  • Gewicht halten oder bei Übergewicht reduzieren
  • Alkohol nur in Maßen genießen
  • Regelmäßige Blutdruckkontrollen
  • Regelmäßige Einnahme ggf. verordneter Medikamente
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchung​​

 

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