Verlorene Fähigkeiten nach dem Schlaganfall neu lernen

​​In der Rehabilitation geht es darum, durch den Schlaganfall verlorene Fähigkeiten wieder zu erlernen und zu üben, um den Alltag besser bewältigen zu können.

Wann beginnt die Rehabilitation?

Idealerweise beginnt die Rehabilitation bereits am ersten Tag der stationären Aufnahme – soweit es der Zustand des/der PatientIn erlaubt. 
Man nützt die Fähigkeit des Gehirns, verloren gegangene Funktionen durch benachbarte Gebiete auszugleichen oder zu übernehmen. Dafür braucht das Gehirn Anreize – und zwar möglichst früh. Durch unterschiedliche Maßnahmen wie physiotherapeutische, ergotherapeutische oder logopädische Übungen können Funktionen neu erlernt und trainiert werden.
 
Das Rehabilitationsprogramm wird von einem Expertenteam an die Beeinträchtigungen des/der PatientIn angepasst und individuell zusammengestellt. 
  

Wie lange dauert die Rehabilitation?

Es wird zwischen der Frührehabilitation – die Teil der Betreuung im Akutspital ist – und Rehabilitation in externen, spezialisierten Zentren unterschieden. Die Dauer der Frührehabilitation im Akutkrankenhaus hängt vom Zustand der PatientInnen ab; durchschnittlich dauert sie drei Wochen – in schweren Fällen auch länger.
 

Im Idealfall werden die Betroffenen direkt vom Krankenhaus in eine spezielle Rehabilitationseinrichtung überstellt. Meist wird der erforderliche Rehabilitationsantrag bereits im Krankenhaus gestellt. Die Rehabilitation im Rehabiliationszentrum zählt nicht mehr zum regulären Krankenhausaufenthalt, ihre Kosten werden von der Sozialversicherung getragen, wobei für die PatientIn ein Kostenbeitrag vorgesehen ist, der in sozialen Härtefällen erlassen werden kann.


Maßnahmen in Rehabilitationseinrichtungen und die Aufgaben der Angehörigen:

 
​​Prim. Prof. Dr. Peter Grieshofer, Ärztlicher Leiter der Klinik Judendorf Straßengel

 
​​​​​​Bilder: Gesundheitsfonds Steiermark; istock​​​​​​