Schlaganfall: Akutbehandlung in Stroke Units

Die Rettung, ev. in Begleitung einer Notärztin/eines Notarztes fährt den Patienten/die Patientin nach vorheriger Ankündigung rasch in das nächstgelegene Krankenhaus mit einer Schlaganfalleinheit (Stroke Unit). Dort wird sofort durch neurologische Untersuchung sowie eine Bilddarstellung des Gehirns (Computertomographie) abgeklärt, welche Form des Schlaganfalls vorliegt. 
Wenn eine Durchblutungsstörung die Ursache des Schlaganfalls ist, das Zeitfenster seit Beginn der Symptome nicht zu lang ist und keine Gegenanzeigen bestehen, wird ein Medikament in die Vene verabreicht, das das verstopfende Gerinnsel auflösen kann (= Lyse). Die Aussichten auf Erfolg sind umso größer, je früher nach Einsetzen der Symptome die Lyse durchgeführt wird.

 

Die Behandlung erfolgt in speziellen Schlaganfalleinheiten, sogenannten Stroke Units, wo durch entsprechende Überwachung und Zusammenarbeit verschiedener spezialisierter Berufsgruppen (ÄrztInnen, Pflegepersonen, TherapeutInnen ) unter neurologischer Koordination die Wiederherstellung gefördert und Komplikationen möglichst vermieden werden. Österreich ist im internationalen Vergleich sehr gut mit Stroke Units ausgestattet.

 

 

In der Steiermark gewährleisten fünf Stroke Units eine flächendeckende Versorgung:
  •  LKH-Univ. Klinikum Graz
  •  LKH Graz Süd-West, Standort Süd
  •  LKH Hochsteiermark, Standort Bruck / Mur
  •  LKH Feldbach-Fürstenfeld, Standort Feldbach
  •  LKH Judenburg-Knittelfeld, Standort Knittelfeld

Wenn keine Lyse durchgeführt werden kann, geht es in der Akutbehandlung um

  • die Vermeidung von Komplikationen
  • den frühest möglichen Beginn der Rehabilitation
 
Auch in diesen Fällen erfolgt die Behandlung in der Akutphase zunächst meist in der Stroke Unit.

 

Die Akutversorgung sowie die Rund-um-die-Uhr-Beobachtung in der Stroke-Unit sowie der Versorgungsprozess im Falle eines Schlaganfalles:

 


Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Universität Graz
 

Die Versorgung im Bereich der Pflege:

 
DGKP Monika Wassertheurer, Oberschwester der Abteilung für Neurologie des LKH Graz Süd-West, Standort Süd
 
Die ersten Maßnahmen in der Therapie:

 

Elisabeth Jakob, Logopädin der Abteilung für Neurologie des LKH Graz Süd-West, Standort Süd